Author Archives: Goltermann

Waldputz verschoben

Aufgrund der nicht schwinden wollenden Schneedecke wird der von “Das ist Rostock.de” initiierte Putz des Barnstorfer Waldes auf den 27.04.2013, 10:00 – 12:00 Uhr verschoben! Continue reading

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Auf nach Zingst!

von Stephan Goltermann

Einmal im Jahr ziehen sich Mitarbeiter und Kirchengemeinderat auf den Zingsthof zurück – zu einer Mischung aus Klausurtagung und Rüste. Die Abgeschiedenheit des Ortes gestattet die Besprechung aktueller Themen abseits überbordender Terminkalender und den Austausch von Gedanken in Andachten und Gesprächen. Wir diskutierten die mit der Nordkirche veränderte Kollektenordnung. Sammlungen für die eigene Gemeinde werden seltener. Ein Dreiklang aus „Pflichtkollekten“, denen für andere Zwecke und für eigene Aufgaben bestimmt den nun beschlossenen Plan. Gut ein Drittel der Hauptkollekten verbleiben in St. Johannis, 12,5% gehen an ausgewählte Projekte in Rostock, MV, Kasachstan und Südafrika, die andere Hälfte verwendet die Nordkirche zur Finanzierung ganz unterschiedlicher Aufgaben. Mit Freude begrüßten wir Frau Anja Zeretzki wieder unter uns. Die Kinder- und Familienarbeit geht nun sukzessive in ihre Hände zurück. In Gedanken waren wir bei Frau Lockenvitz, die über ein halbes Jahr in guter Weise für den Fortgang der Dinge sorgte. Daneben beschäftigten uns Bauangelegenheiten. Mit großer Freude hörten wir, dass schon fast die Hälfte der für die Gemeinde avisierten 100.000 € für den Bau eines ChorGemeindeHauses zusammengekommen ist. Weiter so! Überschaubarer ist der Aufwand für die Umgestaltung der Küsterwohnung. Die Baumaßnahmen sind zum jetzigen Zeitpunkt nahezu abgeschlossen. Die Gemeinde ist am 17. Februar im Anschluss an den Gottesdienst zum Kirchenkaffee in die Räume eingeladen, die nun Platz für Gemeindepädagogin, Kantorei und verschiedene Gruppen bieten. Auch die Jahreslosung bewegte uns. Frappierend, welch unterschiedliche Gedanken die Worte wecken – je nachdem, ob man sie herausgelöst oder im Kontext des Hebräerbriefes liest. Gestärkt wird sich der Kirchengemeinderat den kommenden Aufgaben widmen, denn „wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“. Continue reading

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Gekrönter Gemeindebrief!

Travemünde (ad/nr/cme). Erster Sieger des „Evangelischen Gemeindebriefpreises im Norden“ ist die mecklenburgische Kirchgemeinde St. Johannis in Rostock. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde heute (30. Oktober 2010) anlässlich der 1. Verfassunggebenden Synode der zukünftigen Nordkirche erstmals verliehen.

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60 Jahre St. Johannis Kirche

Vom 12. bis zum 23. September feierten wir 60jährige Kirchweihe mit Gottesdiensten, Konzerten, Vorträgen und besonderen Treffen. Dabei ließen wir uns auch zurück zu den Anfängen von St. Johannis nehmen. Mit den unten stehenden Bildern sind auch Sie, seid auch ihr herzlich zu einer Zeitreise eingeladen.
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Gemeindeseminar 2007 „Glauben und Wissen“

von Stephan Goltermann

Der Kirchgemeinderat lud auch 2007 zu einem Gemeindeseminar ein. Nach der Beschäftigung mit „Segen“ und „Beichte“ wagten wir uns mit „Glauben und Wissen“ thematisch deutlich weiter aus der Kirchentür hinaus. Wie viel Platz hat Glaube in unserer aufgeklärten Welt? Verdrängt das Wissen den Glauben aus ihr? Diese Fragen wollten wir aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und gewannen hierfür den Theologen Prof. Heidrich, die Mediziner Prof. Pfeiffer und Dr. Kropp sowie den Pädagogen Prof. Nieke.

Prof. Heidrich begann den Reigen mit einer (fĂĽr mich) unerwarteten Eröffnung: Wesentliche Dinge unseres Lebens bleiben uns verborgen – die Zahl der vor uns liegenden Lebensjahre, die Gewissheit, grundlegende Entscheidungen wie die Partner- oder die Berufswahl richtig getroffen zu haben. Wir mĂĽssen glauben, dass alles gut so ist, wie es ist. Glauben, aus dem Gotischen stammend, bedeutet “sich etwas lieb machen”. Glauben sei somit eine Sache des Herzens, hingegen das Wissen eine Sache der Wahrnehmung, des Sehens. Eine religiöse Dimension bekam der Vortrag durch die Beantwortung der Frage, wie man mit so viel Ungewissheit leben könne, ohne daran zu verzweifeln – durch Kontemplation und Gebet.

„Glauben – Wissen – Heilen“ – der zweite Abend gehörte den Medizinern. Prof. Pfeiffer nahm uns mit in die Welt der (Hoch-)¬Schulmedizin, in der Glauben nach erfolgtem Beweis kaum mehr Platz habe. Gleichsam als Entsprechung von Wissen und Glauben setzt sich die Wissenschaft mit objektiven (=messbaren) Größen und subjektiven Wahrnehmungen auseinander. Die Medizin versuche, auch die letzte subjektive Wahrnehmung durch geeignete Merkmale zu entschlĂĽsseln – ein Unterfangen, bei dem Fluch und Segen nahe beieinander liegen. Den zweiten Teil des langen Abends bestritt Herr Dr. Kropp, Chef des Instituts fĂĽr Medizinische Psychologie. Er präsentierte beeindruckende Beispiele fĂĽr die Steuerung des Körpers durch die Psyche und präsentierte eine Reihe erstaunlicher Ergebnisse korrelativer Statistik, wonach z.B. das Sterblichkeitsrisiko eines 60-jährigen durch Abwesenheit bei Gottesdiensten größer ist als durch das Rauchen. Das war zumindest sehr unterhaltsam, denn statistisch wurde etwas belegt, was sich nicht erklären lieĂź, also geglaubt sein wollte. Und wir waren geneigt, die normative Kraft des Faktischen als bare MĂĽnze anzunehmen.
Den dritten Abend bestritt der Pädagoge Prof. Nieke. Zunächst ging er der Frage nach, wie aus Informationen Wissen und wann Wissen zur Bildung wird. Erst die Verwendung nach übergeordneten Wertkategorien macht aus Wissen Bildung. Die lehrende Generation wählt das für wertvoll Erachtete aus, um es an die nächste Generation weiterzugeben. Hier trägt Kirche neben Familie und Schule eine enorme Verantwortung. Erfahrungswissen wird zumeist im Alltag weitergegeben. Schule und andere Bildungsträger vermitteln systematisiertes Wissen von der Philosophie bis hin zu den Naturwissenschaften. Was muss hier geglaubt werden? Der Referent vertrat die These, dass alle Wissenssysteme auf Grundannahmen fußen, die nicht weiter begründet werden können, also geglaubt werden müssen. Hierin unterschieden sich z.B. Theologie, Biologie und Physik nicht. Das Verhältnis von Glauben und Wissen im Schulsystem wurde am Beispiel der Evolutionstheorie diskutiert. Diese ist hypothetisch, in weiten Teilen spekulativ, bislang unwiderlegt und soll natürlich gelehrt werden. Einen Absolutheitsanspruch gibt es dagegen nicht. Dies zu vermitteln, sollte auch Aufgabe der Schulen sein, z.B. in einem Fach „Weltorientierung“. Mit der Feststellung, dass Erziehung ohne Glauben unmöglich ist, schloss der Abend.

Der Glaube hat also noch lange nicht ausgesorgt. Er ist vielmehr Fundament oder Pfad in einer Welt, die noch so unglaublich viele Geheimnisse bewahrt. Mir halfen die Abende bei der Beantwortung nie ganz verstummter Fragen. Bleibt die Freude auf die neue Seminarreihe im nächsten Jahr und die Hoffnung, dass Sie den Gemeinderaum wieder zum Überlaufen bringen. Continue reading

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