Welche Beweggründe führten Sie in den kirchlichen Dienst?
Da möchte ich gern Dag Hammerskjöld zitieren: „In dem Augenblick, als ich Gott die Hand gab und Ja zu ihm sagte, wurde mir der Sinn meines Lebens klar.“
Welches Ziel, welche Perspektive verbinden Sie mit Ihrer Arbeit in St. Johannis?
Ich denke, es geht nicht um ein Ziel als Mitarbeiter, sondern um das, was wir den Menschen anbieten: Möglichkeiten der Begegnung mit anderen Menschen und mit Gott. Dabei sehe ich mich als Helferin und versuche, den Kindern und Familien das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind, so wie sie sind, und in ihrer Gruppe einen vertrauensvollen Ort vorfinden. Ich bin dankbar, dass ich kleine Menschenkinder ein Stück ihres Lebensweges begleiten und unterstützen kann beim Suchen, Finden, Infragestellen. Mir ist es ein Bedürfnis, die wunderbaren Kinderseelen durch verschiedene Angebote zu berühren, ihnen Worte aus der Bibel anzubieten, die sie in ihrem Leben tragen, damit sie Gott als ihr Gegenüber spüren, der sie liebt und für sie sorgt, selbst dann, wenn sie es manchmal nicht mehr wahrnehmen können. Im Vertrauen darauf, dass sie später ins Leben hinausgehen mit dem Gefühl, dass Gott mit ihnen geht, egal wohin sie gehen, und im Wissen, St. Johannis ist mein christliches Zuhause, wo ich Gemeinschaft, bedingungslose Annahme, Zugehörigkeit erleben kann.
Was ist in Ihren Augen das Besondere an St. Johannis?
Ich werde wohl nie den Augenblick vergessen, als ich zum ersten Mal im April 2004, noch tätig als Lehrerin, auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch die Johanniskirche sah. In einem Lied heißt es: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ – Bäume, Eichhörnchen, Buschwindröschen, Vögel, Natur pur – was für ein wunderbarer Platz für Menschen, um Gott zu loben, in einer schlichten Kirche.
Welche Aufgabe sollte Ihrer Meinung nach die Kirche in unserer heutigen Zeit besonders wichtig nehmen?
Wir leben in einer Zeit, wo Menschen mehr denn je auf der Suche sind, ihre innerliche Leere zu füllen. Es sollten hierfür personelle und inhaltliche Voraussetzungen geschaffen werden, um diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, Hilfe, in welcher Weise auch immer, erfahren zu können. „Über die menschliche Liebe und Annahme habe ich die Liebe zu Gott gefunden.“ K. Backer
Ich lade Sie und Ihre Kinder hiermit herzlich ein!
Foto: Wilhelm W. Reinke